Vom Weltacker auf den Teller
Schorndorfer Schülerinnen und Schüler entdecken globale Ernährungszusammenhänge
Wie viel Ackerfläche steht jedem Menschen auf der Welt eigentlich zur Verfügung? Und was hat das Gemüse auf unserem Teller mit dem Regenwald oder dem Klimawandel zu tun? Mit diesen Fragen haben sich in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler aus Schorndorf intensiv auseinandergesetzt.
Die dreiteilige Bildungsreihe im Rahmen der Workshopreihe „Öko-Netz unserer Ernährung" des Weltladens El Mundo Schorndorf, richtet sich an Kinder ab der fünften Klasse und verbindet Unterricht, Naturerfahrung mit praktischem Tun und Erleben.
Teilgenommen haben die Klasse 5a der Gemeinschaftsschule Rainbrunnen sowie eine sechste Klasse des Burg-Gymnasiums Schorndorf. Verantwortet wird das Projekt von Krystin Müller, Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung beim Weltladen El Mundo. Das Projekt wurde von Engagement Global sowie der Lokalen Agenda Schorndorf 2030 finanziell gefördert.
Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Landschaft, Biodiversität, Klima und Konsum?
Im ersten Modul lernten die Schülerinnen und Schüler im Globalen Klassenzimmer Schorndorf, woher unsere Lebensmittel kommen und welche Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Biodiversität, Klima und Konsum bestehen. Lernspiele und Gruppenarbeiten machten die komplexen Themen greifbar wie z.B.: Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel? Was hat Flächenverbrauch mit globaler Gerechtigkeit zu tun? Was hat das mit Verantwortung für die Welt zu tun?
Besonders in Erinnerung blieben den Kindern jedoch die Besuche im „Weltacker-Gärtle“ des "Miedelsbacher Gartengemüse", begleitet von Moritz Peitsch. Dort erfuhren sie, was ein „Weltacker" ist – ein Feld, das zeigt, wie viel landwirtschaftliche Fläche jedem Menschen auf der Erde rechnerisch zusteht. Viele von ihnen hielten dabei zum ersten Mal Setzlinge oder Jungpflanzen in der Hand und setzten diese in die Erde.
Den Abschluss bildete die gemeinsame Ernte des selbst angebauten Gemüses, begleitet von einem kleinen Erntedankfest. Die Kinder zogen Bilanz: Was bedeutet es, wenn etwas wächst, das man selbst gesät hat? Highlight war ein über offenem Feuer gekochtes Essen: selbst zubereitet aus selbst angepflanztem Gemüse.
„Ich habe gelernt, dass man mittags auch etwas anderes essen kann als Döner.“
Die Verbindung von globalem Denken und lokalem Handeln ist für Kinder dieses Alters selten so pragmatisch und einfach zu erleben. Ein Teilnehmer formulierte es so: „Ich habe gelernt, dass man mittags auch etwas anderes essen kann als Döner.“
Der Weltladen El Mundo, die Lokale Agenda 2030 und Moritz Peitsch vom Miedelsbacher Gartengemüse möchten die Workshopreihe fortführen und langfristig in der Bildungsarbeit der Region verankern.


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